Tragende Stute richtig bewegen

Genug Bewegung in der Stutenherde

Die Monate bis zur Geburt eines Fohlens gehören wohl zu den spannendsten und schönsten im Leben eines jeden Pferdebesitzers. Damit die tragende Stute gesund bleibt und die Geburt komplikationslos verläuft, muss bis dahin Einiges beachtet werden. Dazu gehört neben der richtigen Fütterung und einer regelmäßigen Kontrolle durch den Tierarzt vor allem viel Bewegung.

Warum tragende Stuten regelmäßig bewegen?

Wer glaubt, dass eine tragende Stute besonders geschont werden sollte, der irrt. Pferde brauchen viel Bewegung - und das gilt für tragende Stuten ganz besonders! Regelmäßige und ausreichende Aktivität gehört zum „Wohlfühlprogramm“ der werdenden Mutter. Denn auch Pferde leiden unter den „Schwangerschafts-Wehwehchen“, welchen so effektiv entgegengewirkt werden kann.

Tragende Stuten brauchen nicht nur Ruhe und Erholung

Auch für eine gesunde körperliche Entwicklung des Fohlens ist die regelmäßige Bewegung der Mutter sehr wichtig. Nur dadurch erhält es den nötigen Platz, um sich richtig zu entwickeln. Ein regelmäßiges Bewegungsprogramm fördert außerdem den Aufbau von Kondition, Muskeln und einem aktiven Stoffwechsel und ist somit auch die beste Vorbereitung für eine komplikationslose Geburt.

Auch in der Tragezeicht will das Pferd beschäftigt werden

Abwechslungsreiche Zeit gestalten

Das Trainingsprogramm kann dabei sehr vielfältig sein und muss sich nicht nur auf lange Spaziergänge beschränken - im Gegenteil sollte der Alltag einer tragenden Stute sogar wie gewohnt weitergehen.

Deshalb stellt auch das Reiten einer trächtigen Stute kein Problem dar, wichtig ist hier nur, das Pferd weder zu überfordern noch einem zu großen Stress auszusetzen. Auf schwierige Dressuraufgaben oder hohe Sprünge sollte der Reiter deshalb verzichten.

Ein leichtes Training in allen drei Grundgangarten oder ein langer Geländeritt ist aber überhaupt kein Problem. Tragende Stuten freuen sich sogar mal über einen ausgedehnten Galopp im Gelände!

Longieren kann helfen, Muskeln aufzubauen

Sehr sinnvoll ist auch eine regelmäßige Arbeit an der Longe, werden hier vor allem Muskelaufbau und Kondition gefördert und eine gute Vorbereitung für die Geburt ist.

Hat das Pferd Schmerzen, sollte das Reiten direkt eingestellt werden

Die Aufnahme von Bodenarbeit ins Trainingsprogramm fördert Konzentration und Geschicklichkeit und bringt Spaß und Abwechslung auch für den Reiter!

Alternativen zum Reiten

Auf das Reiten verzichten sollte der Pferdebesitzer, wenn der Sattel nicht mehr passt oder es der tragenden Stute zunehmend schwerer fällt unter dem Sattel zu gehen.

Weidegang in der Herde, Führmaschine, lange Spaziergänge und auch Handpferdereiten ersetzten das Reiten im Trainingsprogramm effektiv und sorgen für Abwechslung in den letzten Monaten bis hin zur Geburt. So bleibt die Stute fit und kann ihr Fohlen in guter Kondition auf die Welt bringen.