Reitanlagen: Reitplatzbau

Der optimale Boden eines Reitplatzes sollte gleichmäßig feucht, elastisch und rutschfest sein. Dies gilt für Hallen- und Außenreitplätze. Die Realität sieht in den meisten Reitbetrieben allerdings ganz anders aus. Da es gerade im Herbst und Winter häufig regnet, stehen viele Plätze bereits nach kurzer Zeit unter Wasser. Die Folge: Es entstehen Pfützen und schlammige Stellen, die auch nach Tagen nicht verschwinden. Genau hier setzt die Kunst des optimalen Reitplatzbaus ein, der in die Hände von fachleuten gehört.

Ein Außenreitplatz besteht im Idealfall aus drei Schichten: dem Unterbau oder auch Tragschicht, der Trennschicht und dem an der Oberfläche liegenden Sandgemisch, der Tretschicht.

Die Tragschicht, die dem Boden des Reitplatzes Halt und Stabilität gibt, besteht meistens aus wasserdurchlässigem Schotter.

Die Trennschicht soll bewirken, dass Niederschläge zügig abgeführt werden. Außerdem soll sie verhindern, dass sich die Trag- und Tretschicht verbinden. Hier kommen verschiedene Materialien zum Einsatz, z.B. wasserdurchlässiger Mineralbeton oder Asphalt, Lochmatten oder elastische Kunstoff-Gitter, aber auch Reitplatz-Vliese.

Die Tretschicht ist der Arbeitsplatz von Pferd und Reiter und sollte im hohen Maße rutschfest, wasserdurchlässig und elastisch sein. Hier haben sich verschiedene Sandgemische, aber auch Holzschnitzel und synthetische Teppichschnitzel. (wem)