Pferde: Orientierungsreiten

Orientierungsreiten wird immer beliebter. Die Teilnehmer müssen sich im Gelände mit Karte und Kompass orientieren. Darüber hinaus müssen sie geländebezogene Aufgaben absolvieren, um die Rittigkeit und Geschicklichkeit ihrer Pferde unter Beweis zu stellen. Orientierungsritte werden auch TREC genannt - das ist die Abkürzung für Techniques de Randonnée Equestre de Compétition. TREC entstand vor gut 30 Jahren in Frankreich. Ziel war es, professionelle Wanderreitführer auszubilden und zu qualifizieren. Der Wettbewerb setzt sich aus drei Teilprüfungen zusammen: Der wichtigste Teil der kombinierten Prüfung ist der Orientierungsritt mit Tempovorgaben ("parcours d' orientation et de régularité" - P.O.R.). Die Prüfung beginnt damit, dass eine Wegstrecke in 20 Minuten von der offiziellen in die eigene Karte übertragen werden muss. Danach starten alle Teilnehmer. Aller Reiter müssen die Strecke abschnittsweise in einem vorgegebenen Tempo bewältigen. Nach einer Verfassungsprüfung steht die Rittigkeitsprüfung ("maîtrise des allures" - M.A.) auf dem Programm. Die Pferde müssen in einer zwei Meter breiten Gasse 150 Meter geradeaus im Galopp so langsam und im Schritt so schnell wie möglich vorgestellt werden. Die letzte Teilprüfung ist der Geländeritt ("parcours en terrain varié" - P.T.V.), in dem sich Naturhindernisse und Geschicklichkeitsaufgaben finden, die einem auf jedem Ausritt begegnen können, z.B. Springen über einen Baumstamm. Welt-/Europameisterschaft Alle zwei Jahre findet im Wechsel eine Europa- bzw.Weltmeisterschaft statt, bei der die beste nationale Mannschaft und der Einzel-Europa-/Weltmeister ermittelt werden. Die Organisation der Meisterschaft wird jeweils einer nationalen Organisation für Pferdesport-Tourismus anvertraut, die durch die FITE ausgewählt wird. (wem/13.10.2009) (Quelle: FN)