Pferde: Dressurlektionen der Hohen Schule

In den Prüfungen der schweren Klasse zeigen die Reiter Dressurlektionen auf höchsten Niveau. Hier die einzelnen Lektionen im Überblick: Traversalen Traversalen sind Vorwärts-seitwärts-Veschiebungen des Pferdes im Travers. Reiter und Pferd führen die Traversalen fast parallel zur Bande aus, die Vorhand soll jedoch etwas vorausgehen. Das Pferd ist in die Bewegungsrichtung gestellt und gebogen. Bei ganzen Traversalen bewegt sich das Pferd von der einen langen Seite zur gegenüberliegenden Seite. Halbe Traversalen werden von der langen Seite zur Mittellinie oder von der Mittelinie zur langen Seite geritten. Traversalen können im Trab und Galopp gezeigt werden. Fliegender Galoppwechsel Der dressurmäßige fliegende Galoppwechsel wird aus dem erhaben gesprungenen versammelten Galopp entwickelt. Das Pferd springt im Moment der Schwebe um. Der Galoppwechsel sollte ruhig und auf gerader Linie erfolgen. Besonders schwierig sind Galoppwechsel nach einer bestimmten Anzahl von Sprüngen, z.B. dem fliegenden Galoppwechsel bis zu zwei Sprüngen. Das Pferd muss also nach jeweils zwei Galoppsprüngen umspringen. Bei den Einerwechseln springt das Pferd von Sprung zu Sprung um. Galopp-Pirouette Die Pirouette ist eine Wendung um die Hinterhand im Galopp. Das Pferd ist in Bewegungsrichtung gestellt und gebogen, galoppiert also im Traversgalopp. Die Hinterhand soll in der Pirouette einen möglichst kleinen Kreis beschreiben, der innere Hinterfuß nimmt vermehrt Last auf. Der klare Dreitakt des Galopps darf dabei nicht verloren gehen, Piaffe Bei der Piaffe bewegt sich das Pferd trabartig und erhaben auf der Stelle. Die jeweils diagonalen Beinpaare sollten sich taktmäßig heben und senken. Die Hinterbeine nehmen vermehrt Last auf, während die Kruppe des Pferdes sich leicht absenkt und auf- und abwärts bewegt. Passage Die Passage ist eine schwebende, erhabene Trabbewegung mit wenig Raumgewinn. Das jeweilige diagonale Beinpaar verharrt länger in der Schwebe als im Trab. Dadurch wird der Zweitakt besonders betont. Die Beine des Pferdes sollen deutlich und kräftig vom Boden abfedern. (19.10.2009/wem) (Quelle: Das Dressurpferd von Harry Boldt, Edition Haberbeck)