Heunetz, Raufe & Co.

Heufressen in Gesellschaft

Rund 1,28 Kilo kaufähiges Raufutter benötigt ein Pferd pro 100 Kilo Lebendgewicht am Tag, Untergewichtige sogar 1,5 Kilo. Heu ist notwendig in der Pferdefütterung, denn Mikroorganismen in Dick- und Dünndarm sind auf die Zufuhr von rohfaserreichem Futter angewiesen, um den Verdauungsprozess zu aktivieren und kurzkettige Fettsäuren zu entwickeln, die dem Pferd Energie liefern und den Stoffwechsel anregen. In der Natur verbringen Pferde rund 16 Stunden mit der Nahrungsaufnahme. Viele Ställe haben dieses Bedürfnis inzwischen berücksichtigt und bieten ihren Pferden Heu zur freien Verfügung

Heu zur freien Verfügung kommt der natürlichen Nahrungsaufnahme nahe

In Lauf- und Offenställen stehen daher meist Fressstände oder (Rund-)Raufen. Während in Ständen meist nur ein Pferd zum Fressen Platz hat, geht es bei Rundraufen eher nach der Herdenrangordnung, welches Pferd wann und wie lange fressen darf. Für eine kontrollierte Heuaufnahme gibt es automatisierte Raufen, die über einen Sensor das Pferd identifizieren und die vom Besitzer vorgeschriebene Menge Heu herauslassen. Futterplätze im Freien sollten generell gut befestigt, ohne Verletzungsrisiko und am besten überdacht sein. 

Heu_Raufe_Pferde_Fressen_Netz

Wird das Heu lose verfüttert, frisst ein Pferd rund 40 Minuten an einem Kilo. Heunetze, sowie man sie von Pferdetransportern kennt, können das Fressen deutlich verlängern – vor allem wenn es engmaschige sind. Heunetze sind leicht zu füllen und können einfach an jedem beliebigen Ort angebracht werden. Um die natürliche Fresshaltung zu berücksichtigen, sollten die Netze auf Buggelenkhöhe hängen. Viele feste Raufenvarianten haben ebenfalls Netze oder Gitterstange, durch die das Pferd die Halme ziehen muss.

Unser Tipp: Werden über den Tag mehrere kleine Portionen gefüttert, geht weniger Heu durch Zertreten verloren.
Einfach morgens alle Heunetze füllen und bei Bedarf austauschen.