FN-Arbeitskreis Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport gebildet

Tierschutz und Sicherheit im Pferdesport sind zentrale Themen in der Arbeit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) e.V.
Neben der guten Ausbildung von Pferdesportler und Pferd, der artgemäßen Haltung von Pferden und der entsprechenden Gestaltung der Regelwerke, ist die fachgerechte Ausrüstung von Pferden, Reitern, Fahrern und Voltigieren elementare Voraussetzung für die sichere Ausübung des Pferdesports sowie für den tierschutzgerechten Umgang mit dem Pferd.

Der Markt für Pferdesportausrüstung entwickelt sich parallel zum wachsenden Interesse am Pferdesport in Deutschland. Vor allem die Freizeitreiter und -fahrer bilden eine große Zielgruppe für Anbieter von Pferdesportausrüstung. Auf diesem wachsenden Markt treten zunehmend auch Anbieter geringwertiger Produkte auf. Diese Produkte stellen immer ein Sicherheitsrisiko dar und gefährden die Gesundheit von Mensch und Pferd. Keine oder unqualifizierte Beratung führt dazu, dass unsachgemäße Ausrüstung verwandt wird, die sich immer zum Nachteil von Pferdesportler und Pferd auswirkt.

Die fachgerechte Ausrüstung mit Sattelzeug, Geschirren, Bekleidung und anderen Ausrüstungsgegenständen bedarf immer der ausführlichen und fachgerechten Beratung.
Die sachgerechte Ausrüstung für jeden Pferdesportler sicherzustellen und zugänglich zu machen, ist die zentrale Aufgabe, die sich der FN-Arbeitskreis "Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport" stellt.
Im Arbeitskreis Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport haben sich Hersteller von Pferdesportausrüstung, Großhändler und Importeure sowie Einzelhändler des Pferdesportfachhandels zusammengeschlossen und werden den entsprechenden Fachgruppen zugeordnet.

Ziele des Arbeitskreises sind ...
  • jedem Pferdesportler in Deutschland hochqualitative Ausrüstung anzubieten 
  •  jedem Pferdesportler in Deutschland eine fachlich qualifizierte Beratung beim Erwerb von Ausrüstung für den Pferdesport angedeihen zu lassen
  • die Weiterentwicklung von Pferde-sportausrüstung mit Hinblick auf die Sicherheit und den Tierschutz zu fördern
  • die Beratung zuständiger FN-Gremien in allen Ausrüstungsfragen sicherzustellen. 
Die Mitglieder des FN-Arbeitskreises "Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport" sehen ihre Verpflichtungen im fairen Umgang mit dem Kunden und verpflichten sich hierzu mit den 9 Ethischen Grundsätzen für die Ausrüstung.
Das Pferd im Dienste des Menschen benötigt eine jeweils angemessene, passende und qualitätsvolle Ausrüstung. Der Mensch im Dienste des Pferdes benötigt gleichfalls eine jeweils angemessene und qualitätsvolle Kleidung, die ihn zu schützen vermag. Die Verantwortung für beider Ausrüstung trägt der Mensch. Ihm steht dafür ein großer Markt zur Verfügung.

1. Wer auch immer Ausrüstungsgegenstände für das Pferd oder für den Reiter, Fahrer oder Voltigierer herstellt und/oder anbietet, übernimmt über die Bestimmungen der Produkthaftung hinaus die Verantwortung für deren Eignung und Qualität.

2. Die jeweilige Eignung richtet sich nach den vorgegebenen sportfachlichen Maßstäben, die Qualität nach den in Deutschland geltenden "anerkannten Regeln der Technik". 

3. Das fachgerechte Herstellen verlangt von den Verantwortlichen und ihren Mitarbeitern ein hohes Maß an Sachkunde und Erfahrung sowie eine besondere technische Ausstattung, die nur in besonders qualifizierten Betrieben erwartet werden kann. Mit der Kennzeichnung seiner Produkte bekennt sich der Hersteller zu seiner Ware und seiner Verantwortung für deren bestimmungsgemäße Nutzung.

4. Die Führung eines Fachgeschäftes mit dem kunden- und qualitätsorientierten Einkauf, der Warenpräsentation und dem Anbieten bei ortsüblichen Ladenöffnungszeiten verlangt in gleicher Weise ein hohes Maß an Sachkunde und Erfahrung. Maßstab dafür ist die Qualifikation des "Fachberaters (FN)" für Reitsport- bzw. Fahrsportausrüstung.

5. Der Serviceanspruch an ein Fachgeschäft mit Vollsortiment schließt neben der Fachberatung im Einzelfall die Möglichkeiten einer Reklamation, des Umtausches, Änderungsdienstes und notwendiger Reparaturen ebenso ein wie eine allgemeine Beratung, wo der Kunde Kontakte zu Vereinen, Ausbildungsställen oder Ferienangeboten finden kann.

6. Wichtig ist auch die Beratung bei der Auswahl geeigneter Fachliteratur.

7. Besonders Schulung verlangt das Anbieten der Fahrsportausrüstung, von Wagen und Geschirren, da es hier wesentlich auf die Wahrung der Sicherheit im Straßenverkehr ankommt. Der selbstverständliche Service sollte hier auch den Nachweis geeigneter Werkstätten für die regelmäßige Wartung der Wagen umfassen. 

8. Das Auswählen und Anpassen hochpreisiger Ausrüstungsgegenstände, von Sätteln und Geschirren z.B., ist sehr zeit- und kostenträchtig. Es setzt auf beiden Seiten "Treu und Glauben" voraus, wie überhaupt der Service die Kalkulation der Preise maßgeblich beeinflusst. Der Kunde muss dies honorieren und sollte sein so neu erworbenes Wissen nicht später bei einem "billigeren Wettbewerber" umsetzen.

9. Das Verhältnis der Hersteller und Importeure zum Fachhandel setzt auf beiden Seiten Redlichkeit und faire Partnerschaft voraus. Alle sind dem Wohlergehen des Pferdes, der möglichen Unversehrtheit des Reiters, Fahrers und Voltigie-rers sowie der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer verpflichtet.

Der Arbeitskreis Ausrüstung für den Reit- und Fahrsport bietet seinen Mitgliedern viele Informationsveranstaltungen und Lehrgänge.
Hersteller, Großhändler, Importeure und Einzelhändler, die Mitglieder des Arbeitskreises werden möchten, wenden sich direkt an die FN, Tel 02581 6362241