Die richtige Decke für Offenstall und Weide

Outdoordecken müssen etwas aushalten können

Will man sein Pferd im Offenstall oder auf der Winterkoppel eindecken, braucht man eine warme, stabile Pferdedecke, die nicht nur die richtige Größe und Passform hat, sondern vor allem Raufereien und längeren Regen und Nässe problemlos aushalten kann. 

Auf der Suche nach der richtigen Outdoordecke geben hier die vom Hersteller angegebene Denierzahl und die Wassersäule wichtige Hinweise auf Wasserdichte und Reißfestigkeit. Die Wassersäule gibt dabei an, wie viel Wasser auf der Pferdedecke lasten kann, bevor sie Feuchtigkeit durchlässt.

Je höher also die Wassersäule vom Hersteller angegeben wird, je dichter ist also eine Pferdedecke. Wasserdicht wird das Gewebe übrigens durch eine Beschichtung von unten. Die Art und Qualität dieser Coatings entscheiden dabei immer über Atmungsaktivität und Wasserdichtigkeit mit! Es wäre übrigens auch falsch von einer wasserfesten Outdoordecke zu sprechen. Dies bedeutet nämlich nur, dass sich das Gewebe unter Wasser nicht auflöst!

Strapazierfähig bzw. reißfest 

Die Reißfestigkeit einer Pferdedecke wird dagegen an der Denierzahl (D) gemessen und entscheidet darüber, wie strapazierfähig der Stoff ist. Grundsätzlich gilt: Je größer der Wert, desto stärker und langlebiger ist auch die Decke. Reicht bei Pferden, die im Winter nur in der Box gehalten werden, eine Faserstärke von 600 Denier oft aus, brauchen Pferde im Aktivstall dagegen mindestens eine Faserstärke von 1200 Denier.

Decken dürfen beim Spielen nicht rutschen und müssen Bisse aushalten

Pferde warm eindecken

Gerade bei älteren, kranken und geschorenen Pferden, die sehr kälteempfindlich sein können, kann das Eindecken sinnvoll sein. Die Wärmeisolierung ist dabei abhängig von der Grammzahl des zwischen Außenmaterial und Lining eingenähten Polyfill und ist immer nach dem Kälteempfinden des Pferdes zu wählen. Für viele Pferde genügt in der Regel bereits eine Übergangsdecke mit 100 Gramm, während man bei geschorenen oder sehr kälteempfindlichen Pferden eine Grammzahl von 200 bis 400 Gramm wählen sollte.

Warm eingedeckt genießt das Clydesdale den Schnee

Eine sinnvolle Alternative zum Kauf von gefütterten Pferdedecken kann übrigens eine Unterdecke sein. Diese wird in der Regel unter eine dünnere Übergangsdecke gezogen und sorgt nicht nur für mehr Wärme und Schutz. Man kann vor allem schneller auf Temperaturwechsel und verschiedene Witterungen reagieren. 

Milderes Klima - dünnere Decken