Die Fressbremse – eine sinnvolle Alternative?

Sommer, Sonne, Weidegrün

fressbremse_haflinger

Im Sommer sind die Wiesen satt grün, und Weidehaltung gemeinsam mit anderen Pferden rund um die Uhr eine tolle Sache – sollte man meinen. Doch nicht allen Tieren bekommt das frische Grün gleichermaßen, manche fressen sich im wahrsten Sinne des Wortes kugelrund und leiden nach leidenschaftlichem Grasen unter einem geblähten Grasbauch. Auch für Hufrehe gefährdete Tiere ist der Verzehr von zuviel frischem Weidegras ein Risiko. Wenn das Pferd wirklich weniger fressen sollte, bleibt als Alternative zur Fressbremse im Prinzip nur die Alleinhaltung in der Box, was sich natürlich negativ auf das Sozialverhalten der Tiere auswirken kann. Somit bleibt dem Pferdehalter die Entscheidung, was bei seinem Liebling sinnvoll ist.

Verwendung der Fressbremse

Eine Fressbremse kann bei der Gefahr von Hufrehe oder bei einer erwünschten Diät durchaus von großem Nutzen sein, wenn bei der Handhabung auf wichtige Details geachtet wird. Der Pferdebesitzer sollte unbedingt darauf achten, dass die Fressbremse korrekt angelegt und richtig fixiert ist. Somit kann das Pferd sich nicht einfach seiner Fressbremse entledigen und auch das Verletzungsrisiko ist äußerst gering. Um die Entstehung wunder aufgeriebener Stellen zu unterbinden, ist eine regelmäßige und penible Reinigung aller Teile der Fressbremse unentbehrlich. Ein weitere Vorteil: die Aufnahme von Gras und Heu wird eingeschränkt, aber nicht unterbunden. D.h. das Pferd kann in Maßen Futter zu sich nehmen, die Atmung und die Wasseraufnahme werden dabei nicht beeinträchtigt. Auch im Akutfall, wenn beispielsweise der Tierarzt einen kurzfristigen Futterentzug verordnet, kann der Einsatz einer Fressbremse sinnvoll sein und die Entstehung einer Hufrehe evtl. vermieden werden. Doch auch in anderen Fällen kann der Einsatz eines Maulkorbes oder einer Fressbremse notwendig werden, zum Beispiel wenn Haflinger auf einer Weide mit anderen Tieren eingewöhnt werden und aggressives Verhalten auftritt. Dann kann ein Maulkorb oder eine Fressbremse als Bissschutz für die Nebenpferde unerlässlich sein. Bei einem Maulkorb kann es allerdings vorkommen, dass die Frustration beim Pferd recht hoch ist, so dass eine Fressbremse auch hier eine gute Alternative sein kann.

Alternative Diät zur Vermeidung von Hufrehe

Wer den Einsatz einer Fressbremse oder einefressbremse_müslis Maulkorbes bei seinem Pferd nicht vertreten kann oder möchte, dem stehen heute auch andere Möglichkeiten offen sein Pferd trotzdem auf Diät zu setzen. Denn nicht nur die Hufrehe ist eine gesundheitliche Gefahr für die Tiere. Bei Übergewicht neigen die Pferde ebenso wie wir Menschen zu Insulinintoleranz sowie Herz-, Lungen- und Gelenkserkrankungen. Daher werden von immer mehr Herstellern spezielle Produkte zur Reduzierung der Kalorienaufnahme angeboten, beispielsweise haferfreies Müsli. Dieses haferfreie Müsli eignet sich für Pferde, die sehr leicht zunehmen, Hufrehe gefährdet sind oder körperlich weniger leisten müssen. Als eine solche Fressbremse fungiert zum Beispiel „Schongang“, das neue Futter der Lightline-Serie von Epona. Hier regulieren der hohe Rohfasergehalt und das Volumen durch die enthaltenen Dinkelspelzen das Fresstempo. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Schwarzkümmel, Traubenkernöl und Mariendistelöl machen das Futter für den Einsatz bei Diät oder Hufrehe besonders schmackhaft.